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  Die Suppenschildkröte 18.11.2017 04:39 (UTC)
   
 
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Art:
                                                                          Suppenschildkröte

Wissenschaftlicher Name                                Chelonia mydas (Linnaeus, 1758)

 

Die Suppenschildkröte (Chelonia mydas) ist ein Vertreter der Meeresschildkröten und stellt eine der bekanntesten Arten dieser Gruppe dar. Die ehemals als Unterart der Suppenschildkröte bezeichnete Schwarze Suppenschildkröte wird heute zumeist als eigene Art Chelonia agassizii geführt. In Anlehnung an die im englischen Sprachraum übliche Bezeichnung „Green Turtle“ wird diese Schildkröte auch als Grüne Meeresschildkröte bezeichnet, in Mexiko ist der Name „Tortuga blanca“ („Weiße Seeschildkröte“) üblich. Diese Namen beziehen sich auf die Farben des Panzers der Tiere, deren Oberseite meist in verschiedenen Brauntönen mit grünlichen oder dunkelbraunen Zonen gefärbt ist. Die Unterseite sowie die Nähte zwischen den Rückenplatten sind hellgelb. Der Panzer kann eine Länge von über einen Meter erreichen, das Gewicht des Tieres beträgt maximal 185 kg.

 

Verbreitung

Die Suppenschildkröte ist weltweit in allen tropischen und subtropischen Meeren zu finden, einschließlich des Mittelmeeres. Die Ernährung der Tiere ist vor allem vegetarisch und sie weidet sich durch die Seegraswiesen der Meere, dabei frisst sie allerdings auch kleine Krebse und andere Meerestiere.

 

Lebensweise

Die Schildkröte wird 40 bis 50 Jahre alt und erreicht die Geschlechtsreife mit 10 bis 15 Jahren. Zwischen Oktober und Februar ist die Paarungszeit. Es werden ungefähr 100 Eier von Tischtennisballgröße pro Gelege gelegt. Ein Weibchen legt mehrere Gelege innerhalb einiger Wochen. Die Eier benötigen etwa zwei bis drei Monate zur Entwicklung. Dabei trifft die Temperatur während des Ausbrütens die Entscheidung über das Geschlecht. Während bei 28 °C nur Männchen schlüpfen, schlüpfen bei 32 °C nur Weibchen. Wenn die Jungen ausschlüpfen graben sie sich alleine den Weg aus dem Sand und rennen ins Meer. Die Suppenschildkröte lebt meist als Einzelgänger, Ausnahme ist die Zeit der Eiablage.

 

Nutzung und Gefährdung

Suppenschildkröten wurden wegen ihres Fleisches lange Zeit gejagt, auch ihre Eier waren begehrt. Da sie lange ohne Nahrung überleben können, dienten sie beispielsweise als lebender Schiffsproviant. Im 18. Jahrhundert wurden sie durch die Briten als Delikatesse entdeckt – die Schildkrötensuppe gehörte bald zu den international gefragtesten Gerichten der Haute Cuisine.

Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatte die Jagd solche Ausmaße angenommen, dass die Suppenschildkröte auszusterben drohte. Seit 1988 steht sie durch das Washingtoner Artenschutzabkommen unter internationalem Schutz. Tierschützer und Organisationen bemühen sich um das Überleben der Art, unter anderem durch die Bewachung von Eiablagestränden in Florida und auf den thailändischen Similan- Inseln.

In Asien und der Karibik wird die Suppenschildkröte heutzutage immer noch als Delikatesse angesehen.

 

Wichtige Brutgebiete sind

Ø      Rocas- Atoll im Südatlantik

Ø      Lacepedeinseln an der Küste Nordwestaustraliens

Ø      Nordwestliche Hawaii-Inseln

Ø      türkische Mittelmeerküste

Ø      Insel Ascension im Südatlantik



 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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